„Wir wollen global die erste Wahl für alle Publisher sein“

Advertorial | Die Bookwire-Chefs Jens Klingelhöfer, Christian Lindemann und John Ruhrmann über die Beteiligung eines neuen Investors an ihrem Unternehmen

Foto/Video: Bookwire

Das Frankfurter Technologieunternehmen Bookwire hat sich einen der weltweit renommiertesten Technologieinvestoren an die Seite geholt. Der strategische Schritt soll den Beginn einer neuen Wachstumsphase einläuten, in der das Unternehmen seine internationale Relevanz weiter ausbauen und technologische Innovationen – insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz – vorantreiben will. Im Interview erklären die Geschäftsführer, warum personelle Kontinuität der Schlüssel zum Erfolg ist, welche Rolle die Unternehmenskultur bei der Partnerschaft spielte und warum der Einstieg des neuen Investors kein Ende, sondern vielmehr eine Beschleunigung ihrer ursprünglichen Vision bedeutet.

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Jens Klingelhöfer

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John Ruhrmann

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Christian Lindemann

Bookwire hat einen international renommierten Technologieinvestor gewonnen. Was sagt dieser Einstieg über die Entwicklung und internationale Relevanz von Bookwire als Unternehmen aus?

Jens Klingelhöfer: Zuerst einmal ist es wichtig zu sagen, dass wir aus eigenem Antrieb nach einem neuen Partner für die nächste Phase von Bookwire gesucht haben. Wir sind Teamplayer – wir brauchen die richtigen Mitspieler. Daher haben wir sehr sorgfältig nach dem richtigen Partner für uns gesucht. Gemeinsam werden wir Bookwire in den nächsten Jahren so entwickeln, wie wir uns das vorstellen. Wir haben viel vor!

Der Investor bringt ein globales Verständnis und exzellentes Technologie-Netzwerk für die vor uns liegenden Herausforderungen mit. Wir haben vor vielen Jahren immer gesagt: Die Digitalisierung hat gerade erst begonnen. Wenn ich heute an AI denke, war das wohl eine ganz gute Einschätzung.

Die Gründer bleiben nicht nur weiterhin Geschäftsführer, sondern auch Gesellschafter von Bookwire. Warum war diese personelle und unternehmerische Kontinuität auch für den neuen Investor ein zentraler Bestandteil der Partnerschaft?

Jens Klingelhöfer: Bookwire ist das Beste, was John und ich als Unternehmer-Duo in unserer beruflichen Zeit geschafft haben. Darauf sind wir sehr stolz. Und wir wollen mit unserem Team für unsere Kunden noch mehr erreichen, sie erfolgreich als Partner durch diese spannende Phase der Publishing-Industrie begleiten. Deshalb sind wir beide weiterhin am Steuer, als Geschäftsführer-Team – gemeinsam mit Christian Lindemann – und auch als signifikante Gesellschafter.

Und ja, Investoren investieren in Menschen, in erfolgreiche Teams. Es war zu keinem Zeitpunkt ein Thema, dass wir von Bord gehen würden.

John Ruhrmann: Zunächst hat Bookwire als Company unseren neuen Gesellschafter in seiner ganzen Art und Weise überzeugt. Damit meine ich: Wie wir unser Produkt Bookwire OS etabliert haben, wie unsere Teams arbeiten, wer in unseren Teams arbeitet. Das war für den neuen Investor grundlegend wichtig für den bisherigen und zukünftigen Erfolg. Es war deshalb völlig klar, dass die zwei Gründer und in Summe die drei Geschäftsführer als Manager und Gesellschafter weiterhin an Bord bleiben.

„Zukäufe sind auch für den Ausbau unserer Position in internationalen Märkten relevant“

Verändert sich durch den Einstieg eines neuen Investors etwas konkret im Alltag von Bookwire? Also eher im Sinne von zusätzlichem Druck oder von erweitertem Handlungsspielraum?

Jens Klingelhöfer: Diese Frage kam natürlich auch aus dem eigenen Team. Die Antwort ist ganz einfach: An unserer Mission ändert sich nichts, wir planen deswegen keine großen Änderungen an der Organisation. Aber wir haben sicherlich mehr Möglichkeiten zu investieren und können auf viel Erfahrung anderer Tech-Companies zugreifen. Darauf freuen wir uns. Wir können viel von anderen Gründern, Teams und Industrien lernen, das hört nie auf!

John Ruhrmann: Wir haben nun neue Partner, die uns schon lange im Markt positiv wahrgenommen haben, unsere Mission teilen und mit denen wir jetzt unser Unternehmen für unsere Kunden weiterentwickeln. Im Kern ändert das nichts, aber wir spüren die Energie und den sich verstärkenden Schwung und wollen dieses mitnehmen. Wir haben ausgehend vom deutschsprachigen Markt etwas für unsere Verlags- und Channelpartner aufgebaut, was heute starke internationale Relevanz hat. Darauf kann der europäische und insbesondere deutschsprachige Publishing-Markt stolz sein.

Was bedeutet der neue Investor ganz konkret für Ihre Kunden – insbesondere mit Blick auf technologische Innovation, Produktentwicklung und die Weiterentwicklung Ihrer Services? 

Jens Klingelhöfer: Unsere Möglichkeiten erweitern sich. Mit wachsendem Unternehmen verändern sich auch die Anforderungen an das Produkt, an die Organisation. Wir wollen unser Produkt noch schneller und noch innovativer entwickeln. Und wir wollen unsere Angebote weiter verbreitern – Verlage wollen nicht zehn verschiedene Plattformen für ihre Herausforderungen nutzen. Die Integration weiterer Lösungen und Services ist für uns ein spannendes Thema.

Christian Lindemann: Unser neuer Partner verstärkt unsere Schlagkraft für Investitionsvorhaben sowohl in Produktentwicklung als auch in den Zukauf weiterer Unternehmen. Relevante Stoßrichtungen in der Produktentwicklung sind die Forcierung von AI für die Schaffung neuer Funktionalitäten und die Gestaltung der Usability, sowie die Steigerung der Prozesseffizienz. Wir sehen erhebliches Potenzial in der breiteren Abdeckung der Wertschöpfungs- und Prozesskette unserer Kunden durch integrierte bzw. vernetzte Lösungen. Hier können neben der eigenen Entwicklung auch gezielte Zukäufe eine wichtige Rolle spielen. Zukäufe sind auch für den Ausbau unserer Position in internationalen Märkten relevant.

„Der amerikanische Markt hat ein enormes Potenzial für weiteres und anhaltendes Audiobook-Wachstum“

Bookwire ist aus dem deutschsprachigen Raum heraus stark gewachsen und heute in vielen internationalen Märkten aktiv – von Deutschland, Österreich und der Schweiz über Spanien, Italien, Frankreich und Brasilien bis hin zu den USA. Wo sehen Sie derzeit das größte Wachstumspotenzial und welche Rolle spielen diese Märkte in Ihrer Gesamtstrategie?

Jens Klingelhöfer: Deutschland ist auch nach 15 Jahren mit über 50% Umsatzanteil immer noch unser wichtigster und stärkster Markt. Aber wir haben uns schon sehr früh als international agierendes Unternehmen verstanden, auch weil viele unserer Partner auf der Handels- und Plattformseite international aufgestellt sind. Neben DACH sind wir in Spanien/LatAm und Brasilien klar Marktführer. Deshalb haben wir uns 2023 in die USA vorgewagt, den größten Publishing-Markt der Welt. In den USA können wir noch sehr stark wachsen, im E-Book wie im Audiobook-Markt. Aber wir schauen nicht nur auf einen Markt. Wir wollen global die erste Wahl für alle Publisher sein, die ihre digitalen Produkte vermarkten wollen. Und ein sehr wichtiger Partner für alle Vertriebskanäle und Plattformen, die die digitalen Inhalte zum Konsumenten bringen. Die internationale Aufstellung ist komplex, aber darin liegt für mich ganz persönlich auch der Reiz.

Mit Andrew Weinstein haben Sie kürzlich einen erfahrenen Branchenkenner für das US-Geschäft gewonnen. Welche strategische Bedeutung hat der US-Markt für Bookwire – und warum ist Andrew die richtige Besetzung, um dort weiter zu wachsen?

Jens Klingelhöfer: Wir haben lange gezögert, in die USA zu expandieren. Wir wussten, dass wir uns dort nochmal ganz neu beweisen müssen. Man schaut dort nicht viel nach Europa oder Lateinamerika. Es braucht Zeit und man muss sich das Vertrauen der Kunden Stück für Stück erarbeiten. In den letzten Jahren haben wir eine Reihe großer Verlage als Kunden gewonnen und den digitalen Kundenstamm mittlerer Verlage vom US-Distributor IPG übernommen. Mit Andrew Weinstein als neuem Country Manager wollen wir nun darauf aufbauen und das nächste Level schaffen. Er ist eine tolle Besetzung, bringt unglaublich viel Erfahrung aus seiner Zeit bei Ingram und Scribd mit und ist im Markt sehr gut vernetzt.

John Ruhrmann: Der amerikanische Markt hat ein enormes Potential für weiteres und anhaltendes Audiobook-Wachstum. Und die “Can Do”-Mentality der Amerikaner sorgt für frische Impulse, z. B. auch im Markt für rechtlich und technisch lohnende AI-Partnerschaften. Hier entsteht gerade jetzt viel völlig Neues und wir freuen uns, mit unserem amerikanischen Team und unseren Partnern bei Verlagen und Plattformen daran mitzuwirken.

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Der neue Mann fürs US-Geschäft

Andrew Weinstein ist seit dem 2. Februar 2026 der US-Country-Manager von Bookwire. Weinstein war am Aufbau des digitalen Vertriebs- und Print-on-Demand-Geschäfts von Ingram beteiligt und arbeitete mehr als 11 Jahre lang bei der Abonnementplattform Scribd, zuletzt als Vice President of Content.

„Ein Verlag ist erfolgreich, wenn er Strategien für alle Darreichungsformen seiner Inhalte hat“

Der Einstieg eines großen Investors wird in der Branche häufig mit Konsolidierung in Verbindung gebracht. Welche Bedeutung hat bei Bookwire zukünftig organisches Wachstum, Produktstärke und Partnerschaften?

Christian Lindemann: Der neue Investor ist der Prototyp eines „Growth Investors“. Die Portfoliounternehmen werden ganz gezielt nach ihrer technologischen Führerschaft und langfristigem Wachstumspotenzial ausgewählt. Nun dazuzugehören, macht uns auch ein Stück weit stolz. Die Grundausrichtung des neuen Investors passt also hervorragend zu unserer eigenen Vision: Wachstum schaffen durch tiefes Marktverständnis, Innovation in Produkten und Prozessen und starke Kundenbeziehungen. Dieses Wachstum planen wir sowohl organisch und – wo es sinnvoll ist – auch durch Zukäufe. Nur so werden wir langfristig als deutsches Digitalunternehmen im Konzert der globalen Tech-Player mithalten.

Während Hörbücher in vielen Märkten besonders dynamisch wachsen, entwickelt sich das E-Book-Geschäft bei Bookwire weiterhin stabil und moderat wachsend. Wie wichtig ist diese Balance zwischen Audio und E-Book für Ihr Geschäftsmodell?

John Ruhrmann: Wir waren stets formatagnostisch. Vor 15 Jahren haben wir mit E-Books angefangen. Aber uns war zugleich immer klar, dass alle Produkte der Buch- oder Verlags-Content-Industrie eine starke digitale Komponente haben. Selbst wenn es nur Metadaten für physische Produkte sind, die an Online-Plattformen geliefert werden. Ich kann mir einen Verlag ab einer gewissen Größe nur so als erfolgreich vorstellen, wenn er grundsätzlich Strategien für alle Darreichungsformen seiner Inhalte hat. Die Balance findet sich dadurch – auch wenn Audiobooks gerade stark wachsen – dass es einfach noch so viele Bücher gibt, die noch „unhörbar“ sind. Dass das bald möglich ist, dabei wollen wir helfen, z. B. durch unsere Audiobook-Produktionsmöglichkeiten in Bookwire OS.

„Im AI-Zeitalter neue Wege zur Monetarisierung von Inhalten ermöglichen“

Wenn Sie in drei Jahren auf den Einstieg des neuen Investors zurückblicken: Woran sollen Kunden, Partner und der Markt insgesamt erkennen, dass dies ein guter Schritt für Bookwire war?

John Ruhrmann: Idealerweise daran: Wir konnten das Leistungsversprechen erfüllen, unseren Verlagen stets die beste Reichweite mit der modernsten Technologie zu liefern und unseren Channel-Partnern den besten Feed. Aber es ist noch so viel mehr. Ich bin davon überzeugt: The best is yet to come!

Christian Lindemann: Bookwire steht für den Vertriebserfolg und die Steigerung der Prozesseffizienz unserer Verlagskunden. Dafür entwickeln wir unsere Plattform, Schnittstellen und Prozesse kontinuierlich weiter. In den kommenden Jahren wollen wir die Abdeckung der Wertschöpfungskette unserer Kunden weiter ausdehnen und nicht zuletzt durch den Einsatz von AI neue Effizienz- und Erlöspotenziale für Verlage erschließen.

Jens Klingelhöfer: Wir leben davon, dass unsere Kunden gerne und maximal erfolgreich mit uns arbeiten. Das positive Feedback, die vielen engen über die Jahre gewachsenen Kundenbeziehungen, das treibt uns an, daran werden wir gemessen. Und dass wir auch im AI-Zeitalter neue Wege zur Monetarisierung von Inhalten ermöglichen.

„Am Ende geht es doch vor allem darum, dass die vielfältigen Produkte und Inhalte unserer Industrie weiterhin ihren Wert am Markt und am Kunden erzielen. Wenn wir dazu in Partnerschaft mit den Verlagen unseren Betrag leisten, dann haben wir das Richtige getan“